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Veranstaltungsreihe Studium Generale

Essbare Wälder – von Berberitzen, welschen Nüssen und Hagedorn

DIENSTAG, 23. NOVEMBER 2021 | 19:00 UHR | ONLINE VERANSTALTUNG

Vivian Böllersen
Vorstandsmitglied der IG Nuss

Vivian Böllersen studierte an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde Öko-Agrarmanagement, als sie auf der Suche nach einem Thema für Ihre Masterthesis auf die Walnuss stieß. Seitdem hat sie sich intensiv mit dieser Frucht befasst, eine 200-Baum starke Sortentestanlage im Norden Berlins gepflanzt, die IG-Nuss-Sektion „Frucht“ gegründet und ihren eigenen Handelsbetrieb „Die Walnussmeisterei UG“ aufgebaut.

Prof. Dr. Dietrich Darr 

Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal

Dietrich Darr ist seit 2012 Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve. Er promovierte 2008 an der TU Dresden über agroforstwirtschaftliche Innovationen in Ostafrika. Vor seiner Berufung an die Hochschule war er für eine führende internationale Unternehmensberatung tätig. Als Sozioökonom beschäftigt er sich in seiner Forschung z.B. mit Fragen der kleinbäuerlichen Landnutzung in Ländern des globalen Südens, der Rolle von Waldprodukten in lokalen Entwicklungsprozessen und Wertschöpfungsketten und der Analyse von Innovationen und Technologietransfer im Agrarsektor. Prof. Darr ist aktives Mitglied in verschiedenen Fachverbänden und Beratungsgremien, darunter der IUFRO Task Force „Unlocking the bioeconomy and non-wood forest products“. Derzeit ist er Vorsitzender des Europäischen Forums für Agrarforschung für Entwicklung (EFARD). Er ist zudem als Gutachter und Mitherausgeber für verschiedene wissenschaftliche Zeitschriften tätig. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit berät er Unternehmen und Organisationen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie weitere Auftraggeber.

Transformative Forschung für eine enkeltaugliche Landwirtschaft:
Beispiele aus Permakultur und Agroforstsystemen

Die Veranstaltungen fand in digitaler Form am 16. November 2021 statt.


Christopher Henrichs |
Mitgründer und Vorsitzender von Permakultur-Niederrhein e.V

Nach 10 Jahren als selbständiger Mediengestalter entdeckte Christopher Henrichs seine neue Berufung in der Planung von gleichermaßen regenerativen und produktiven Landschaften. Das Fernstudium am “Permaculture Research Institute” schloss er als zertifizierter Permakultur Designer und Lehrer ab. Permakultur blieb auch während seines Studiums der nachhaltigen Landwirtschaft (Sustainable Agriculture) an der HSRW ein Schwerpunkt und „Einfache lokale Lösungen für komplexe globale Herausforderungen auf der Grundlage der Permakultur“ wurde zum Thema seiner Abschlussarbeit. Um die Theorien dieser Arbeit wirkungsvoll in die Praxis zu transferieren, gründete Christopher Henrichs mit Partnern den gemeinnützigen Verein “Permakultur Niederrhein e.V.” und wurde dessen Vorsitzender. Der Verein macht zukunftsfähige Lebensweisen, insbesondere die Methoden der Regenerativen Landwirtschaft für die Öffentlichkeit erfahrbar, und lässt dieses Wissen auch in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit einfließen. Ein spannendes Netzwerk von Vertretern aus Wissenschaft, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Bildung und Politik unterstützt mittlerweile seine Vorhaben. Wichtige Ziele für Christopher Henrichs sind es, die Permakultur durch wissenschaftliche Anerkennung aus ihrer derzeitigen “Nische” zu holen und mit konkreten Projekten am notwendigen Wandel hin zu einer enkeltauglichen Welt mitzuwirken.


Prof. Dr. Florian Wichern |
Professor für Bodenkunde und Pflanzenernährung an der Hochschule Rhein-Waal

Florian Wichern ist seit 2009 Professor an der Hochschule Rhein-Waal, nachdem er im Anschluss an die Promotion an der Universität Kassel in einem DAX-Unternehmen tätig war. Als Gründungsdekan hat er in den ersten Jahren u.a. durch Entwicklung von Studiengängen, Personalgewinnung und Konzeptionierung der Labore maßgeblich am Aufbau der Hochschule mitgewirkt. Von Anbeginn hat Prof. Wichern versucht für die HSRW die Vision einer Hochschule neuen Typs zu verankern und das Konzept der Fachhochschule von einer Lehr- und Ausbildungseinrichtung zu einer Hochschule im modernen Sinne Humboldts, bei der die Forschung integraler Bestandteil moderner Lehre ist zu verändern. Die Forschungsbemühungen von Prof. Wichern waren von Erfolg gekrönt, was sich u.a. in der Einrichtung der ersten temporären Forschungsprofessur an der Hochschule Rhein-Waal widerspiegelt. „Forschen an Fachhochschulen ist möglich. Nach 10 Jahren HSRW wird es Zeit, dass wir die Hochschule auf das nächst höhere Niveau heben und der Vision einer modernen Hochschule mit integrativer Verzahnung von Forschung, Lehre und Transfer ein Stück näher kommen.“ so Prof. Wichern.

DIENSTAG, 09. NOVEMBER 2021 | 19:00 UHR | AUDIMAX KLEVE

Arbeiten in der Landwirtschaft am Niederrhein – Mangelware Arbeitskraft und die Situation von Arbeitsmigrant*innen in landwirtschaftlichen Betrieben

Hartmut Osterkamp |
Referent der Arbeitnehmerberatung bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Landwirtschaftliche Ausbildung:  Ende der 80er Jahre / Landwirtschaftliches Studium an der Fachhochschule Osnabrück bis ca. Mitte der 90er Jahre / 3 Jahre bei einem großen Wasserproduzenten in Niedersachsen / Seit Mitte 1999 bei der LWK NRW mit Tätigkeiten in den Fachgebieten Förderung und betriebswirtschaftliche Unternehmensberatung; Aktuelle Funktion: seit 01.09.2014 Referent der Arbeitnehmerberatung

Prof. Dr. Ingrid Jungwirth |
Professorin für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Diversität und Inklusion an der Hochschule Rhein-Waal

Studium Generale

Vom Feld auf den Tisch – Ernährung neu denken

Die Hochschule Rhein-Waal bietet mit dem Studium Generale regelmäßig eine Vortragsreihe, die sich an alle Bürger*innen, Studierende, Schüler*innen, Mitarbeiter*innen sowie Wissenschaftsinteressierte der Region richtet.

Das Vortragsprogramm macht Wissenschaft in allgemeinverständlichen Vorträgen transparent und steht für einen Anspruch auf allgemeine, universale Bildung. Die offenen, kostenfreien Veranstaltungen ermöglichen zudem einen regen Austausch und Diskussionen zu aktuellen Fragestellungen.

Im Wintersemester 21/22 findet das Studium Generale “Vom Feld auf den Tisch – Ernährung neu denken” thematisch passend zum neuen Forschungsschwerpunkt “Nachhaltige Ernährungssysteme” der Hochschule Rhein-Waal statt.

DIENSTAG, 12. OKTOBER 2021

Transformation ist Gestaltung –
der Weg zur Materialisierung der Dematerialisierung

Prof. Dr. Christa Liedtke 
Abteilungsleiterin Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und Professorin für Nachhaltigkeit im Design an der Folkwang Universität der Künste

Studium Diplom Biologie, Lehramt Sek I/II ev. Theologie und Biologie, Abschluss Dipl. Biologin. Promotion in der Zellbiologie. Seit 2003 Leiterin der Forschungsgruppe, seit 2018 der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, seit August 2012 Gast-Professorin und seit April 2016 Professorin für Nachhaltigkeitsforschung im Design an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Im Juli 2019 wurde sie in den Sachverständigenrat für Verbraucherfragen am BMJV berufen. Sie ist Mitglied im Lenkungsausschuss des SDSN Germany (Sustainable Development Solutions Network Germany). Seit Januar 2020 hat sie den Mit-Vorsitz der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 inne. Von 2013-2019 und wieder seit 2021 ist sie Vorsitzende der Ressourcenkommission des Umweltbundesamtes.

Die Transformation zu nachhaltigen Ernährungssystemen –
neuer Forschungsschwerpunkt an der Hochschule Rhein-Waal

Kathrin Meinhold 

Koordinatorin des Forschungsschwerpunktes an der Hochschule Rhein-Waal

Katie Meinhold koordiniert den neu etablierten Forschungsschwerpunkt ‚Nachhaltige Ernährungssysteme‘ an der Hochschule Rhein-Waal. Ihre eigene Forschung konzentriert sich auf die nachhaltige Nutzung von Wildpflanzen und Waldprodukten, welches ebenso ein Kernbereich des Forschungsschwerpunktes darstellt. Ihr akademischer Hintergrund liegt in der Ernährungswissenschaft und dem nachhaltigem Ressourcenmanagement und sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Koordination von internationalen Forschungsprojekten, insbesondere in Bezug auf die Nutzung des Affenbrotbaums in Ostafrika.